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Unglaublich – es ist da!!
Gibson Mastertone
Flathead 5-String Banjos of the 1930’s and 1940’s
by Jim Mills
Die neue Bibel für alle Banjo-Freaks denen das Instrument nicht nur zum Töneerzeugen dient sondern die diesem einmalig schönen Instrument auch optisch huldigen wollen. Auf insgesamt 168 Seiten werden insgesamt 19 der heute wertvollsten und sicherlich begehrtesten Banjos überhaupt dokumentiert – bis ins kleinste Detail – was für viele eine wahre Freude, manchesmal aber bestimmt auch eine echte Überraschung sein dürfte.
Das Buch ist wirklich sehr geschmackvoll gestaltet und lädt ein, sich lange und ausgiebig damit zu beschäftigen. Leider entspricht die Qualität des Einbandes nicht die gleiche Sprache wie sein Inhalt. Dieses Werk hätte man sich gerne in gebundener Form ins Bücherregal gestellt anstelle des etwas „katalogartig“ wirkenden Paperbacks.
So wird es dem Buch nicht gelingen auch nur ansatzweise so alt zu werden wie die in ihm portraitierten Instrumente. Schade, mein Einband beginnt bereits einige der Seiten auszuspucken! Auch einige der Fotos finde ich persönlich zu düster geraten. Aber keine Angst: Man kann schon alles erkennen, dennoch frage ich mich warum einige der Bilder so aus der Rolle fallen. Als Beispiel nenne ich hier mal das Foto des Peghead vom legendären RB-75 von J.D Crowe auf Seite 97. Blitzlicht ausgefallen? Das alte Holz verträgt nicht mehr soviel Licht? Naja…, wie gesagt – ist nicht sooo schlimm aber auffällig.
Es werden unzählige Anekdoten zu den einzelnen Banjos erzählt und sofern möglich, sein kompletter Werdegang dokumentiert. Gekauft am…, zweiter Besitzer war…, runtergefallen auf der und der Bühne, befand sich 65 Jahre auf dem Dachboden von….! Einfach herrlich darin zu blättern. Nachdem es Amazon nicht möglich war das Buch zu liefern, habe ich meine Bestellung storniert und es direkt bei Janet Davis in den USA bestellt. Die hatte es bereits als „Sonderangebot“ auf ihrer Seite, für gerade einmal 29.90$. Es kamen nochmal 25.00$ Versand hinzu. Klingt viel, zusammen ergab es aber ziemlich exakt den Preis, den auch Amazon mit Versand berechnet hätte: 38 Euro. Das Ganze dauerte 8 Tage. Einziger Nachteil: Ich müsste mal wieder zum Zollamt das Buch auslösen. Es wurde nichts berechnet, die Rechnung klebte, wie es gehört außen auf dem Karton. Warum zu Geier ist der Zoll so ein merkwürdiger Verein und unfähig selber zu überprüfen welchen Inhalt ein Karton hat? Am Rande: Ich musste den Karton vor den Augen des Zöllners selber aufschneiden. Dann durfte ich das Buch nach Abgabe einer Unterschrift ohne weiteren Kommentar mitnehmen…?! Sonderbar!
Ein bißchen wehmütig wird es einem bei der Lektüre des Buches schon. Gibt es doch auch eine Gibson Firmenhistorie am Ende des Buches. Diese enthält Bilder von Preislisten aus den 30er Jahren. Da kostete z.B. ein RB-Granada, wie es heute Sonny Osborne besitzt, als teuerstes Instrument im Katalog „200$“. Ein RB-3 gab es schon für 115$. Da möchte man gerne einen Fluxkompensator bauen, in die Vergangenheit reisen und im nächtsen Pawnshop ein solches Ding einsacken. Junge, Junge…!
Also, ganz klar ein „Kaufbefehl“. Vielleicht gibt es das Buch irgendwann ja mal gebunden – das würde seinem Inhalt gerecht werden.
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