Mastertone's Blog


Die Bibel – das neueste Testament
4. September 2009, 10:38
Filed under: Bluegrass

Unglaublich – es ist da!! 

Gibson Mastertone
Flathead 5-String Banjos of the 1930’s and 1940’s
by Jim Mills
Millsbook 3

Die neue Bibel für alle Banjo-Freaks denen das Instrument nicht nur zum Töneerzeugen dient sondern die diesem einmalig schönen Instrument auch optisch huldigen wollen. Auf insgesamt 168 Seiten werden insgesamt 19 der heute wertvollsten und sicherlich begehrtesten Banjos überhaupt dokumentiert – bis ins kleinste Detail – was für viele eine wahre Freude, manchesmal aber bestimmt auch eine echte Überraschung sein dürfte.Millsbook 2Millsbook 4 Das Buch ist wirklich sehr geschmackvoll gestaltet und lädt ein, sich lange und ausgiebig damit zu beschäftigen. Leider entspricht die Qualität des Einbandes nicht die gleiche Sprache wie sein Inhalt. Dieses Werk hätte man sich gerne in gebundener Form ins Bücherregal gestellt anstelle des etwas „katalogartig“ wirkenden Paperbacks.

So wird es dem Buch nicht gelingen auch nur ansatzweise so alt zu werden wie die in ihm portraitierten Instrumente. Schade, mein Einband beginnt bereits einige der Seiten auszuspucken! Auch einige der Fotos finde ich persönlich zu düster geraten. Aber keine Angst: Man kann schon alles erkennen, dennoch frage ich mich warum einige der Bilder so aus der Rolle fallen. Als Beispiel nenne ich hier mal das Foto des Peghead vom legendären RB-75 von J.D Crowe auf Seite 97. Blitzlicht ausgefallen? Das alte Holz verträgt nicht mehr soviel Licht? Naja…, wie gesagt – ist nicht sooo schlimm aber auffällig.Millsbook 5 Es werden unzählige Anekdoten zu den einzelnen Banjos erzählt und sofern möglich, sein kompletter Werdegang dokumentiert. Gekauft am…, zweiter Besitzer war…, runtergefallen auf der und der Bühne, befand sich 65 Jahre auf dem Dachboden von….! Einfach herrlich darin zu blättern. Nachdem es Amazon nicht möglich war das Buch zu liefern, habe ich meine Bestellung storniert und es direkt bei Janet Davis in den USA bestellt. Die hatte es bereits als „Sonderangebot“ auf ihrer Seite, für gerade einmal 29.90$. Es kamen nochmal 25.00$ Versand hinzu. Klingt viel, zusammen ergab es aber ziemlich exakt den Preis, den auch Amazon mit Versand berechnet hätte: 38 Euro. Das Ganze dauerte 8 Tage. Einziger Nachteil: Ich müsste mal wieder zum Zollamt das Buch auslösen. Es wurde nichts berechnet, die Rechnung klebte, wie es gehört außen auf dem Karton. Warum zu Geier ist der Zoll so ein merkwürdiger Verein und unfähig selber zu überprüfen welchen Inhalt ein Karton hat? Am Rande: Ich musste den Karton vor den Augen des Zöllners selber aufschneiden. Dann durfte ich das Buch nach Abgabe einer Unterschrift ohne weiteren Kommentar mitnehmen…?! Sonderbar!

Ein bißchen wehmütig wird es einem bei der Lektüre des Buches schon. Gibt es doch auch eine Gibson Firmenhistorie am Ende des Buches. Diese enthält Bilder von Preislisten aus den 30er Jahren. Da kostete z.B. ein RB-Granada, wie es heute Sonny Osborne besitzt, als teuerstes Instrument im Katalog „200$“. Ein RB-3 gab es schon für 115$. Da möchte man gerne einen Fluxkompensator bauen, in die Vergangenheit reisen und im nächtsen Pawnshop ein solches Ding einsacken. Junge, Junge…!Millsbook 10Millsbook 9 Also, ganz klar ein „Kaufbefehl“. Vielleicht gibt es das Buch irgendwann ja mal gebunden – das würde seinem Inhalt gerecht werden.

Advertisements


Der Wein zum Banjo
21. Juli 2009, 22:54
Filed under: Allgemeines

Auch heute kann ich keinen großen Text zum Bluegrass-Hauptinstruments vermelden. Das ersehnte Buch von Herrn Mills ist leider immer noch nicht lieferbar – jedenfalls in Deutschland – und so muss heute eine kleine Sommelier-Empfehlung genügen. Für die nächsten Sessions gibt es den passenden Tropfen. Der Wein wird wie folgt beschreiben:

„Die Weine der Banjo-Serie sind frisch mit intensivem Duft nach reifen Roten Früchten.. Eine Mischung aus Merlot und Cabernet Sauvignon, die Trauben sind vollreif geerntet um einen lebendigen Geschmack zu garantieren.“Banjo Wein 

Bestellen kann man den edlen, australischen (!!) Tropfen mit dem wohlklingenden Namen hier! Na dann: Prost – auf das offene „G“ – wir saufen uns die Intonationsprobleme wech!



„Du…., lass uns mal übers Banjo sprechen“!
16. Juli 2009, 14:21
Filed under: Allgemeines

Heute ein kleiner Tipp für alle, die auch mal gerne über das bedeutenste Instrument sprechen bzw. lauschen wollen, wenn entscheidende Persönlichkeiten dies tun. So kann man auf der Seite Banjo Talk LogoBanjotalk.com einigen interessanten Menschen zuhören, wenn sie erzählen wie das Banjo ihr Leben verändert hat oder warum das Presto-Tailpiece besser klingt als ein Clam-Shell etc. Die Liste der Gäste ist lang und wächst jeden Sonntag um einen weiteren Banjo-Gast. Von besonderem Interesse ist also das große Archiv vergangener Sendungen – da kann man gezielt einen Gast quasseln hören. Let’s talk about……



Duelling Handarbeit
6. Juli 2009, 16:51
Filed under: Banjo Spieler, Bluegrass | Schlagwörter: ,

Ich gebs ja offen zu: Ich habe es selber in einem Blog, welches so gar nichts mit Banjo zu tun hat, entdeckt. Und eigentlich will ich mich hier auch ernsthaft mit dem bedeutensten Instrument der Welt auseinandersetzen, aber der folgende Clip brachte mich zum schmunzel und da auch die Banjowelt viiiiiel zu ernst ist, möchte ich die Verballhornung eines meiner Lieblingsfilme – Deliverance von John Boorman – hier mit euch teilen. Eine Frage drängt sich auf: Wie kommt man darauf Melodien aus der Hand zu furzen? Warum jemand Mandoline lernt, lässt sich mit viel Mühe noch erklären aber sowas….?! Jedenfalls beherrscht der Herr ein breites Repertoire an Melodien, die alle mit der gleichen Anmut gequetscht werden. BillyReddenyesterday Auf Billy Redden (linkes Foto), der auf Ewig sein eigenwilliges Antlitz mit dieser Szene verband und natürlich Eric WeissbergEric Weissberg

der in Wirklichkeit das Banjo spielte.



Ein ganz blöder Penner!
29. Juni 2009, 10:50
Filed under: Allgemeines | Schlagwörter: ,


50.000 und kein Ende in Sicht
23. Juni 2009, 13:10
Filed under: Uncategorized | Schlagwörter:

Die Online-Petition zur Reformierung der Gema rauscht innerhalb weniger Tage auf die benötigte Anzahl von Mitzeichnern. Bereits heute werden die erforderlichen 50.000 Stimmen erreicht und das ist gut so!

Zwar ist unklar und wohl auch unwahrscheinlich, dass die Petition eine tatsächliche Änderung bei der Gema herbeiführt, aber es ist mehr als erstaunlich, wie schnell die nötige Stimmenzahl zusammen gekommen ist und wahrscheinlich auf eine deutliche höhere Zahl als nötig ansteigt. Auch wenn einige Stimmen im Forum der Petition den meisten Unterzeichnern oder gar der Petition selber Unsachlichkeit und Unkenntnis vorwerfen, zeigt sich eindeutig die Unzufriedenheit mit dem System der Gema – sind doch die meisten Unterzeichner bekennende Kulturschaffende. Wenn auch viele von uns den Apparat „Gema“ nicht zu 100% verstehen – was nebenbei bemerkt selbst Anwälten für Musikrecht sehr schwer fällt – zeigt sich eindeutig, dass die Betroffenen die Gema und ihre Modalitäten ändern wollen. Ich persönlich hoffe, dass der Bundestag eine ernsthafte Debatte zu diesem Thema führen wird und die unglaublich große Zahl der Unterzeichner ernst nimmt.



Kulturkrake GEMA
18. Juni 2009, 13:45
Filed under: Allgemeines | Schlagwörter: ,

GemalogoPolitisches Statement zur GEMA:

Ist die Gema von der Idee her eine durchaus positive Organisation, hat sie sich in den letzten Jahren einen miserablen Ruf als „Kulturbremse“, „Kulturvernichter“ oder einfach nur „Saftladen“ erwirtschaftet. Mit der fadenscheinigen Argumentation, die Kultur zu bewahren und deren Werte zu schützen, hat die Gema es geschafft, die Kleinkunst in Deutschland dem Dahinvegetieren, in einigen Fällen dem Aussterben preiszugeben. Es wird argumentiert, dass illegale Downloads eine direkte Folge der jetzt angestrebten 600%tigen Gebührenerhöhung seien. Unsinn, und bei Erreichung dieses Ziels sicher der Tod für unzählige Kleinkunstbühnen und Konzertveranstalter. Schon jetzt gestaltet sich der bürokratische Aufwand bei Ausrichtung eines Konzerts, bei Veröffentlichung einer CD oder anderer künstlerischer Ambitionen vollkommen unverhältnismäßig und stasiartig.

Um dem wilden Treiben des Vereins jetzt endlich einen dringend notwendigen Maulkorb anzulegen, wurde eine Petition an den deutschen Bundestag gestartet. Diese muss bis zum 17. Juli 2009 von mindestens 50.000 Menschen unterzeichnet werden, damit der Bundestag gezwungen ist sich mit der Petition zu beschäftigen. Das sollte zu schaffen sein, gibt es doch trotz der Gema noch unzählige Engagierte  in Deutschland, die es mit Kunst & Kultur ernst meinen. Um die Petition zu zeichnen ist eine schnell erledigte und absolut seriöse Registrierung notwendig. Anschließend kann man hier die Petition mit unterzeichen.

Als ich gestern gegen 22:30 Uhr unterzeichnet habe, waren es 11.000 Unterzeichner. Bis heute Mittag bereits 14.457. Macht mobil und informiert Freunde und Bekannte denn…., nicht nur wir Musiker werden die Möglichkeit aufzutreten schmerzlich vermissen, auch das Publikum –  also eigentlich Jeder!!